3. Treffen des Netzwerks für 23. Juni geplant

Am Donnerstag, den 23. Juni um 19 Uhr wird das dritte Treffen des Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe stattfinden. Das teilt der Sprecher/innen- Rat mit. Die Sitzung findet in den Räumen der AWO in der Klosterstrasse statt.

An dem Tag sollen die Schwerpunkte für die weitere Zusammenarbeit im Netzwerk festgelegt werden. Der Sprecher/innen- Art wird Vorschläge dazu machen. In der  letzten Sitzung hatte es dazu Arbeitsgruppen und ein Voting gegeben. Weiteres Thema wird die Vermittlung in Arbeit sein. Dazu soll ein Vertreter der  Jobcenters eingeladen werden.

Eine Einladung mit dem Ablauf wird wie immer vorher per Mail versandt.

sti/24.5.16

Hilfe für Helfer gefordert

Zweites Treffen des Netzwerks beschäftigte sich mit Herausforderungen 2016

Mehr Patenschaften für Flüchtlinge und eine intensivere Unterstützung für ehrenamtliche Helfer – das waren die wichtigsten Forderungen beim zweiten Treffen des Netzwerks „Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ im April 2016.

Besonders viel Hilfe brauchen die Geflüchteten, die in eigenen Wohnungen leben, waren sich die Ehrenamtlichen einig. Eben in Form von Patenschaften – doch davon gibt es noch zu wenige, obwohl sich in dem Bereich bereits mehrere Vereine engagieren. Außerdem müssten Paten gut für ihre verantwortungsvolle Aufgabe qualifiziert werden, zum Beispiel in Rechtsfragen, und bräuchten die Möglichkeit zur Supervision . Das Netzwerk fordert daher von Stadt und Wohlfahrtsverbänden mehr Unterstützung in diesem Bereich.

Weitere wichtige Herausforderungen sind nach Meinung der Netzwerkteilnehmer bessere Angebote für Flüchtlingskinder – zum Beispiel mehr Plätze in Kindertageseinrichtungen , damit schon die ganz Kleinen schneller Deutsch lernen können. Für Erwachsene wünscht sich das Netzwerk eine bessere Verzahnung der Sprachkurse von Haupt- und Ehrenamtlichen. Auch mehr Hilfe bei Behördenkontakten sieht das Netzwerk als wichtige Aufgabe an und will sich für ein gutes gesellschaftliches Klima gegenüber den Flüchtlingen  einsetzen.

Ehrenamtliche aus Vereinen und Helferkreisen aus dem gesamten Stadtgebiet kommen in dem neu gegründeten Netzwerk zusammen. Auch Vertreter von Stadt und Wohlfahrtsverbänden arbeiten mit. Gemeinsames Ziel: Bessere Strukturen der Flüchtlingshelfer und damit eine bessere Unterstützung und einfachere Integration der Geflüchteten.

Die nächste Sitzung des Netzwerks ist im Juni. Interessierte sind willkommen.

lüd/sti

 

(26.4.2016)

Tankstelle für Ideen

Flüchtlingshilfe: Netzwerk für Ehrenamtliche gegründet

Ein beeindruckendes Bild vom ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge bot unser Gründungstreffen „Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ am 10. März 2016. Rund 50 Interessierte waren gekommen, unter ihnen Abgesandte von sechs Vereinen Ehrenamtlicher aus verschiedenen Stadtteilen. Auch Vertreter der Stadt und der Verbände waren erscheinen. Ulrich Piechota vom Sozialamt wirkte für die verhinderte Sozialdezernentin Birgit Zoerner mit und Andreas Gora als stv. Sprecher der Dortmunder Wohlfahrtverbände.  

Mindestens 2000 Ehrenamtliche engagieren sich in Dortmund für Flüchtlinge, berichtete der Stadtvertreter. Sie helfen bei Sprachschwierigkeiten, bieten Freizeitaktivitäten an, unterstützen traumatisierte Menschen, bauen Kleiderkammern auf oder kümmern sich um die Flüchtlinge, die in eigenen Wohnungen leben. „Ich bin immer wieder berührt, wie viele Menschen mithelfen. Das ist fantastisch“, so Piechota.

Die Initiatoren hoffen, dass das Netzwerk die Zentrale für die stadtweite Koordination der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe wird. „Wir sind jetzt an dem Punkt, dass wir Strukturen schaffen müssen,“ stellte  Pfarrer i.R. Paul Gerhard Stamm fest, der den Abend moderierte. Besonders freue er sich über das Engagement so vieler junger Menschen. Mitgründerin Nahid Farshi vom Projekt Ankommen wies darauf hin, dass viele Ehrenamtliche bei den Einrichtungen aktiv sind, aber zu wenige, die Geflüchtete in Wohnungen begleiten. Networking und Erfahrungsaustausch sowie ehrenamtspolitische Fragen nannte Pfarrer Friedrich Stiller vom Ev. Kirchenkreis als Ziele der neuen Gruppierung. Wo nötig wolle man auch in die gesellschaftliche Debatte eingreifen, allerdings mit einer eindeutig menschenrechtlichen Orientierung. Karl- Heinz Czierpka, Bürgermeister des Bezirks Brackel, und Christine Lüdeke, ehrenamtliche Koordinatorin bei einer Einrichtung, wollen mit ihrem Engagement auch die Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen, den Einrichtungen und der Verwaltung verbessern. „Eine Tankstelle für Ideen und Energie“, lautete der treffende Kommentar eines der Anwesenden zur Netzwerkgründung.

Als Sprecher der Wohlfahrstverbände berichtete Andreas Gora von der AWO vom großen Interesse der Verbände an der Zusammenarbeit mit den Ehrenanamtlichen, aber auch den Grenzen. „Wir sind froh und dankbar über jeden Helfer. Aber unsere Hauptaufgabe ist die Versorgung der Flüchtlinge“.  Darus könne sich Konflikte ergeben , zum Beispiel bei der Einalsskontrolle, wie sich auch ind er anschließenmden Debatte zeigte.  Da von Anfang an eine Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen der Verbände angestrebt wurde, war es gut, dass die Ehreanamtskoordinatoren fast aller Träger anwesend waren.

Das Netzwerk will sich etwa alle sechs Wochen treffen. Bei den nächsten Versammlungen soll es zuerst darum gehen, gemeinsam aktuelle Fragen und Problemstellungen herauszuerarbeiten. Dabei wird es um praktische Fragen wie „Patenschaften“ oder Deutschkurse gehen, aber auch um eine kritische Bilanz, ob die Unterstützungsangebote für Ehrenamtliche in der Stadt ausreichend sind.

Am Abend billdete sich auch eine erste Arbeitsgruppe. Sie will sich mit dem Aufbau einer Internetseite mit Grundinformationen für die Praxis des Ehrenamtes befassen, ein Projekt, das insbesondere von Paul- Gerhard Stamm schon länger vorbereitet wird. 

Das nächste Treffen findet statt am Mittwoch, 25. April um 19 Uhr im Reinoldinum (Schwanenwall 34).

Uwe Bitzel/ Friedrich Stiller

www.nefdo.wordpress.com

 

0310do-Netzwerk Fluechtlinge Schuetze 4811
10.03.2016 Dortmund City – Netzwerk Fluechtlinge – Reinoldinum ev Kirche u Partner – v.l. Christina Luedeke, Karl Heinz Czierpka, Paul Gerhard Stamm, Nahid Farshi, Ulrich Piechota u Friedrich Stiller Copyright Stephan Schuetze/ ev. Kirchenkreis