Hilfe für Helfer gefordert

Zweites Treffen des Netzwerks beschäftigte sich mit Herausforderungen 2016

Mehr Patenschaften für Flüchtlinge und eine intensivere Unterstützung für ehrenamtliche Helfer – das waren die wichtigsten Forderungen beim zweiten Treffen des Netzwerks „Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ im April 2016.

Besonders viel Hilfe brauchen die Geflüchteten, die in eigenen Wohnungen leben, waren sich die Ehrenamtlichen einig. Eben in Form von Patenschaften – doch davon gibt es noch zu wenige, obwohl sich in dem Bereich bereits mehrere Vereine engagieren. Außerdem müssten Paten gut für ihre verantwortungsvolle Aufgabe qualifiziert werden, zum Beispiel in Rechtsfragen, und bräuchten die Möglichkeit zur Supervision . Das Netzwerk fordert daher von Stadt und Wohlfahrtsverbänden mehr Unterstützung in diesem Bereich.

Weitere wichtige Herausforderungen sind nach Meinung der Netzwerkteilnehmer bessere Angebote für Flüchtlingskinder – zum Beispiel mehr Plätze in Kindertageseinrichtungen , damit schon die ganz Kleinen schneller Deutsch lernen können. Für Erwachsene wünscht sich das Netzwerk eine bessere Verzahnung der Sprachkurse von Haupt- und Ehrenamtlichen. Auch mehr Hilfe bei Behördenkontakten sieht das Netzwerk als wichtige Aufgabe an und will sich für ein gutes gesellschaftliches Klima gegenüber den Flüchtlingen  einsetzen.

Ehrenamtliche aus Vereinen und Helferkreisen aus dem gesamten Stadtgebiet kommen in dem neu gegründeten Netzwerk zusammen. Auch Vertreter von Stadt und Wohlfahrtsverbänden arbeiten mit. Gemeinsames Ziel: Bessere Strukturen der Flüchtlingshelfer und damit eine bessere Unterstützung und einfachere Integration der Geflüchteten.

Die nächste Sitzung des Netzwerks ist im Juni. Interessierte sind willkommen.

lüd/sti

 

(26.4.2016)

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