Gründungserklärung Netzwerk

Das Netzwerk für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund – Gründungsaufruf

Zur Ausgangssituation:

Bereits Anfang Januar 2015 gründete sich im Reinoldinum ein Netzwerk derer, die sich mit der Lage der neuankommenden Flüchtlinge in Dortmund beschäftigen. Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, mehrere Bezirksbürgermeister, Vertreter/innen von Verbänden  und der Stadt waren dabei. Nachdem die Stadt zuletzt erklärt hat, eine neue und durch die Stadt koordinierte Vernetzungsstruktur für die Träger und Hauptamtlichen schaffen zu wollen, ist eine Neuaufstellung dieses Kreises an der Zeit.

Darum hat sich ein Initiativkreis gebildet, um die Neuaufstellung anzustoßen. Er besteht aus Kernakteuren des bisherigen Netzwerkes. Dieser Kreis hat die folgenden Grundsätze für die zukünftige Zusammenarbeit formuliert und lädt alle interessierten Freiwilligen, ob als Person oder als Gruppe (bzw. Verein oder Projekt) ein, sich an dem Netzwerk zu beteiligen. Es wäre dazu sinnvoll, wenn ehrenamtliche Gruppen Menschen aus ihrer Mitte benennen, die in Zukunft die Verbindung zwischen den Ehrenamtlichen vor Ort und dem stadtweiten Netzwerk halten.

 

Ziele und Aufgaben

Ziele

Das Netzwerk verbindet Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe auf Stadtebene, greift Fragestellungen und Bedarfe auf, die sich aus der ehrenamtlichen Arbeit ergeben, beteiligt sich in menschenrechtlicher Orientierung an der gesellschaftlichen Debatte um Flüchtlinge und bringt gemeinsame Positionen ins Gespräch mit Trägern, Stadt und Öffentlichkeit.

 

Aufgaben

  1. NETWORKING DER EHRENAMTLICHEN

Das Netzwerk dient der stadtweiten Vernetzung der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Freiwillige, die sich an Einrichtungen engagieren, jene, die Flüchtlinge in Wohnungen unterstützen und Begleiter von unbegleiteten Minderjährigen (UMFs) arbeiten hier zusammen. Das Netzwerk versteht sich dabei als offener Kreis, der den Neueinsteigenden Kontakt zu und Austausch mit erfahrenen Akteuren ermöglicht.

Das Netzwerk initiiert ggf. auch die Koordination und den Knowhow- Transfer unter den Ehrenamtlichen zu Sachfragen oder praktischen Projekten (z.B. Sprachkurse, Internetplattform, Fahrradwerkstatt etc.).2.

2. EHRENAMTSPOLITISCHE THEMEN

Das gute Miteinander von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen bzw. Trägern ist ein entscheidender Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit. Das Netzwerk greift grundsätzliche, strukturelle Fragen und Problemstellungen der Ehrenamtlichen auf, die sich aus diesem Miteinander ergeben können. Es formuliert solche Bedarfe und bringt sie ins Gespräch mit den zuständigen Stellen wie Trägern oder Stadt  und evtl. der Öffentlichkeit.

3. GESELLSCHAFTLICHE DEBATTE

Das Netzwerk will in Hinsicht auf die gesellschaftliche Debatte in unserem Land Ehrenamtliche ermutigen, sich weiter für Flüchtlinge einzusetzen. Es wird auf der Basis der Erfahrungen Ehrenamtlicher darum ggf. auch öffentlich Position zu solchen gesellschaftlichen Fragen beziehen. Dabei steht das Netzwerk für eine nüchterne und realistische Darstellung der Lage und der Herausforderungen. Das Netzwerk ist antirassistisch und menschenrechtlich orientiert und tritt Stereotypen, populistischen Verkürzungen und rassistischen Verallgemeinerungen entgegen.

 

 

Kooperationen

Das Netzwerk sucht die Zusammenarbeit mit weiteren Zusammenschlüssen in der Flüchtlingshilfe vor Ort, ggf. auch überregional. Die Vertreter der Verbände, der Einrichtungen und der Stadt sind ausdrücklich zur Mitarbeit eingeladen. Im Blick auf die begrenzten organisatorischen Möglichkeiten ehrenamtlich Tätiger bittet das Netzwerk die Stadt und zivilgesellschaftliche Organisationen um Unterstützung.

 

 

 Arbeitsweise

  • Netzwerktreffen: Zusammenkünfte des Netzwerkes finden regelmäßig mehrmals im Jahr statt.
  • Arbeitsgruppen: Zu festgelegten, in Netzwerktreffen verabredeten Themenbereichen können Arbeitsgruppen gebildet werden.
  • Sprecher/innenrat: Die Koordination der Beteiligten, die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen und die Außenvertretung geschieht durch den Sprecher/innenrat.

 

Sprecher/innenrat des Netzwerks Freiwillige in der Flüchtlingshilfe Dortmund

 Nahid Farshi, Ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins „Projekt Ankommen e.V.“

Christina Lüdeke, Ehrenamtskoordinatorin Flüchtlingshilfe Ostpark

Paul-Gerhard Stamm, Ehrenamtliche Koordination Deutsch lernen

Karl- Heinz Czierpka, Bezirksbürgermeister Brackel

Friedrich Stiller, Pfarrer, Flüchtlingsbeauftragter Evang. Kirchenkreis

 

März 2016

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